Notstrom – Absicherung für Wohn- und Gewerbebauten

Notstrom

Stromausfälle sind selten planbar, ihre Auswirkungen jedoch oft unmittelbar spürbar. Moderne Gebäude sind jedoch in vielen Bereichen vollständig auf elektrische Energie angewiesen. Notstrom sorgt dafür, dass wichtige Funktionen auch bei einem Ausfall des öffentlichen Netzes zuverlässig weiterbetrieben werden können. Sowohl in Wohngebäuden als auch in Gewerbebauten spielt eine gezielte Absicherung daher eine Rolle und erfordert technisch durchdachte, individuell geplante Lösungen.

Warum ist Notstrom wichtig?

Die Bedeutung von Notstrom hat in den vergangenen Jahren deutlich zugenommen. Gebäude werden technisch komplexer, Prozesse stärker automatisiert und digitale Systeme immer zentraler. Selbst kurze Stromunterbrechungen können heute spürbare Folgen haben.

In Wohngebäuden betrifft ein Stromausfall unter anderem Heizungssteuerungen, Kühlgeräte oder Kommunikationsmöglichkeiten. In Gewerbebauten können Produktionsausfälle, Datenverluste oder sicherheitsrelevante Störungen entstehen. Notstrom sorgt dafür, dass kritische Verbraucher auch bei einem Ausfall des öffentlichen Stromnetzes weiterhin mit Energie versorgt werden.

Ziel ist dabei nicht zwingend die vollständige Versorgung aller Stromkreise. Vielmehr geht es um eine gezielte Absicherung der Bereiche, die im Notfall funktionsfähig bleiben müssen.

Was ist Notstrom genau?

Der Begriff Notstrom beschreibt die temporäre Versorgung elektrischer Verbraucher bei Ausfall des öffentlichen Stromnetzes. Dabei wird zwischen verschiedenen Formen unterschieden, etwa der Notstromversorgung, der Ersatzstromversorgung oder unterbrechungsfreien Stromversorgung (USV). Allen Varianten gemeinsam ist das Ziel, den Betrieb definierter Stromkreise auch bei Netzunterbrechungen sicherzustellen.

Notstromlösungen arbeiten in der Regel mit separaten Energiequellen, etwa Batterien, Stromspeichern oder Aggregaten. Eine Umschalteinrichtung trennt im Störfall das Gebäude sicher vom öffentlichen Netz und verbindet es mit der Notstromquelle. Die Auslegung erfolgt immer objektspezifisch und richtet sich nach den benötigten Leistungen, der Dauer der Überbrückung und den zu versorgenden Verbrauchern.

Notstrom-, Ersatzstrom- oder unterbrechungsfreie Stromversorgung

  • Notstromversorgung: Die Notstromversorgung stellt nach dem Ausfall des öffentlichen Stromnetzes die elektrische Energie für ausgewählte, vorher festgelegte Stromkreise bereit. Die Umschaltung erfolgt zeitverzögert manuell oder automatisch, sodass kurzzeitige Unterbrechungen auftreten können. Ziel ist die Aufrechterhaltung grundlegender Funktionen über einen begrenzten Zeitraum.
  • Ersatzstromversorgung: Die Ersatzstromversorgung übernimmt die Stromversorgung eines Gebäudes oder größerer Anlagenteile vollständig oder nahezu vollständig. Nach der Netztrennung versorgt eine unabhängige Energiequelle die elektrische Anlage für längere Zeiträume, wobei Leistung und Laufzeit auf den tatsächlichen Bedarf ausgelegt sind.
  • Unterbrechungsfreie Stromversorgung: Die unterbrechungsfreie Stromversorgung stellt elektrische Energie ohne zeitliche Unterbrechung bereit. Kritische Verbraucher werden dauerhaft über ein zwischengeschaltetes Speichersystem versorgt, das Spannungsschwankungen ausgleicht und bei einem Netzausfall nahtlos die Versorgung übernimmt.

Notstromlösungen für Wohngebäude

In Wohngebäuden steht in der Regel die Grundversorgung im Fokus. Ziel ist es, ausgewählte Verbraucher wie Heizungssteuerungen, Kühlgeräte, Beleuchtung oder Kommunikationssysteme während eines Stromausfalls weiter zu betreiben. Die benötigten Leistungen sind meist überschaubar, ebenso die gewünschte Überbrückungszeit.

Häufig kommen Batteriespeicher oder Stromspeicher in Kombination mit Photovoltaikanlagen zum Einsatz. Diese Systeme ermöglichen eine automatische Umschaltung und versorgen definierte Stromkreise für mehrere Stunden. Klassische Stromaggregate werden im privaten Bereich eher ergänzend genutzt, etwa bei längeren Ausfällen oder besonderen Anforderungen.

Wichtig ist eine realistische Planung. Nicht alle Verbraucher können oder sollen gleichzeitig versorgt werden. Eine gezielte Auswahl erhöht die Betriebssicherheit und reduziert den technischen Aufwand.

Die Integration in bestehende Elektroanlagen erfordert zudem eine fachgerechte Anpassung der Verteilung und Schutztechnik.

Notstromlösungen für Gewerbebauten

In Gewerbebauten sind die Anforderungen an Notstromlösungen deutlich komplexer. Hier geht es häufig um die Absicherung kritischer Prozesse, sicherheitsrelevanter Anlagen oder sensibler IT-Infrastruktur. Je nach Branche können Beleuchtung, Maschinen, Server, Lüftungssysteme oder Sicherheitstechnik abgesichert werden müssen.

Die Leistungsanforderungen sind entsprechend höher, ebenso die Anforderungen an Zuverlässigkeit und Verfügbarkeit. Häufig kommen leistungsstarke Notstromaggregate, USV-Systeme oder kombinierte Lösungen zum Einsatz. Diese Systeme sind so ausgelegt, dass sie auch längere Ausfälle überbrücken oder den Betrieb kontrolliert aufrechterhalten.

Eine klare Priorisierung der Verbraucher ist im gewerblichen Bereich besonders wichtig. Nicht alle Bereiche müssen im Notstrombetrieb versorgt werden. Durch abgestufte Konzepte lassen sich Kosten, Platzbedarf und Wartungsaufwand sinnvoll steuern. Normen, Prüfpflichten und Dokumentation spielen dabei eine zentrale Rolle.

So entscheidend ist die Planung von Notstrom

Eine funktionierende Notstromversorgung erfordert eine präzise Planung. Nur wenn Leistungsbedarf, technische Voraussetzungen und Nutzung klar definiert sind, lässt sich eine zuverlässige und wirtschaftliche Lösung umsetzen.

  • Ermittlung des Leistungsbedarfs: Festlegung der Verbraucher, die im Notstrombetrieb versorgt werden sollen, inklusive der erforderlichen Dauerleistungen und relevanter Anlaufströme.
  • Priorisierung der Stromkreise: Definition kritischer Stromkreise, um die Notstromversorgung gezielt auf sicherheitsrelevante und notwendige Funktionen zu konzentrieren.
  • Integration in die Elektroanlage: Einbindung der Notstromversorgung über geeignete Umschalteinrichtungen, Verteilungen und Schutzkomponenten unter Einhaltung aller normativen Anforderungen.
  • Berücksichtigung zukünftiger Anforderungen: Einplanung möglicher Erweiterungen, zusätzlicher Verbraucher oder der Kombination mit Photovoltaik- und Speichersystemen.

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